Fußbodenheizung – Funktionsweise, Aufbau, Vor- und Nachteile

Wärme steigt nach oben. Dieses Prinzip nutzten schon die alten Römer und bauten erst ihre Thermen und später hin ihre Gemächer über heißen Quellen. Durch die aufsteigende heiße Luft wurden die Böden und Wände erwärmt. 700 u. Z. verwendeten auch die Koreaner dieses Prinzip. Sie bauten unter ihre Räume, die sie erwärmen wollten, Hohlräume ein. In diesen leeren Räumen entzündeten sie ein Feuer, das dann die darüber liegenden Räume erhitzte. So entstand die erste Fußbodenheizung.

Die heutigen Fußbodenheizungen sind mittlerweile weit moderner und komplexer als die damaligen Heizungen. So bietet es sich an, vorab verschiedene Aspekte beim Neubau bzw. bei der Sanierung zu klären, um schlussendlich die Wirtschaftlichkeit abwägen zu können. Unser Leitfaden und die Mitarbeiter in unserem Fachbetrieb helfen Ihnen gerne dabei, Ihren Wohnraum mit dieser komfortablen Flächenheizung auszustatten.

Wie funktioniert eine Fußbodenheizung?

Dieses Prinzip, das schon in der Antike seine Anwendung fand, wird unter dem Oberbegriff der Flächenheizung zusammengefasst. Dieser Begriff umfasst nicht nur den Begriff der Heizung, sondern gleichzeitig auch den der Flächenkühlung. Dabei werden die Elemente benannt, die zum Heizen bzw. Kühlen verwendet werden. Neben der Wand- und Deckenheizung ist sicher die Fußbodenheizung die gängigste und bekannteste Form.

Viele Haus- oder Wohnungsbesitzer entscheiden sich so beim Neubau oder Umbau der Immobilie für eine Fußbodenheizung. Hierbei werden Heizrohre, die zumeist aus Kunststoff sind, im oder unter dem Fußboden bzw. Heizestrich verlegt. Die Heizrohre werden nach verschiedenen Methoden verlegt und an einen sogenannten Heizkreisverteiler angeschlossen. Über diesen Verteiler wird die Heizung gesteuert und kann entsprechend Wärme abgeben. Die Wärme wird hierbei großflächig abgeben und bewirkt eine Raumerwärmung, indem sie großflächig ausstrahlt und nach oben steigt. Beim Warmwasserbetrieb werden die Heizkreise, wie es der Name schon aussagt, mit heißem Wasser erwärmt. Bei elektrischem Betrieb werden die Heizkreise elektronisch betrieben. Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht, sorgt ein Sensor für die Abschaltung der Wärme, die dann nicht weiter zugeführt wird und so eine konstante Temperatur gehalten wird.

Welche Typen von Fußbodenheizungen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Fußbodenheizungen die Art des Betriebs. Es gibt Elektro-Fußbodenheizungen, die über Strom betrieben werden. Bei diesem Heizungsmodell werden Widerstandskabel oder sogenannte Heizfolien mit eingearbeiteten Heizleitern verwendet und sie werden unter oder auf oder auch im Estrich verlegt. Aufgrund der geringen Aufbauhöhe sind sie beim Umbau sehr beliebt und können direkt unter dem Fußbodenbelag verlegt werden. Bei der Warmwasser-Fußbodenheizung werden die Heizkreise mit Wasser befüllt und über einen Heizkreisverteiler gesteuert. Man kann diese Warmwasser-Fußbodenheizungen an alle gängigen Heizsysteme anschließen.

Elektro-Fußbodenheizung: Funktionsweise, Montage und Besonderheiten

Eine Elektro-Flächenheizung kann auf jedem Unterboden verlegt werden, ohne dass es einer besonderen Zusatzdämmung bedarf. Dadurch bleibt der Einbau relativ flach und es muss keine große Bodenhöhe ausgeglichen werden. Besonders in ebenerdigen Wohnungen ist dies unerlässlich und natürlich gibt es Räumlichkeiten, die keine weitere Bodenhöhe zulassen. Wie bei jeder Verlegung einer Fußbodenheizung wird an den Wänden, an Säulen und Treppen ein sogenannter Randdämmstreifen verlegt, der zur Schalldämpfung verwendet wird.

Als Voraussetzung für die einwandfreie Funktionsweise der elektrischen Fußbodenheizung ist es allerdings unerlässlich, dass der Unterboden gerade und glatt ist. Hierfür ist es ratsam den Unterboden zu grundieren. Vor Beginn der Verlegung der eigentlichen elektrischen Heizmatten, müssen die Anschlussdose und das Wellschutzrohr installiert werden. Das Wellschutzrohr und der Bodenfühler werden bündig im Unterboden verlegt, so dass die Heizmatten eben darüber verlegt werden können. Außerdem müssen noch der elektrische Widerstand und der Isolationswiderstand gemessen und mit den Heizmatten abgestimmt werden.

Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen, wird in der Nähe der Anschlussdose mit dem Aufbringen der Heizmatten begonnen. Das System wird zunächst vollständig aufgebracht und anschließend erst nach Entfernung der Schutzfolie fixiert. Anschließend können die Heizmatten sofort von dem gewünschten Bodenbelag bedeckt werden. So kann man die Matten beispielsweise sogleich abspachteln und den Oberbelag wie Fliesen, PVC, Teppich oder Laminat aufbringen. Jedoch sollte die Spachtelmasse dick genug sein, um die Heizmatten zu schützen. Nach der Verlegung wird der Temperaturregler angeschlossen. Vor der ersten Inbetriebnahme sollte zudem eine Wartezeit von mindestens 48 Stunden eingehalten werden, um zu gewährleisten, dass der Kleber wirklich getrocknet ist. Nach dieser Zeit sollte in den ersten 24 Stunden darauf geachtet werden, dass 25° Celsius bei der Bodentemperatur nicht überschritten werden, um den Kleber nicht doch wieder zu verflüssigen.

Insgesamt ist die elektrische Fußbodenheizung ein System, das schnell aufheizt und strengen DIN- und Sicherheitsnormen unterliegt. Daher kann sie auch unbedenklich in Feuchträumen verlegt oder nachträglich eingebaut werden. Da bestimmte Sicherheitsabstände und besondere Verlegebedingungen notwendig sind, sollte die Verlegung stets von einer Fachfirma durchgeführt werden. Die Mitarbeiter in unserem Fachbetrieb helfen Ihnen gerne.

Warmwasser-Fußbodenheizung: Funktionsweise, Montage und Besonderheiten

Bei der Warmwasser-Fußbodenheizung werden die Heizkreise mittels warmem bzw. heißem Wasser erhitzt. Die Rohre sind zumeist aus Kunststoff oder in einigen Fällen aus Kupfer. Die Rohre werden je nach Bedarf oder Gegebenheit im oder unter dem Heizestrich verlegt. Dabei werden die Rohre entweder mäanderförmig, d. h. in parallel verlaufenden Reihen verlegt oder gar im Doppelmäander. So werden Vor- und auch Rücklaufrohre nebeneinander in parallel verlaufenden Reihen verlegt.

Diese Art und Weise der Verlegung ist bei verschiedensten Systemen möglich: beim Tackersystem, beim Noppensystem, beim Trockenbausystem, beim Dünnschichtsystem und beim Bio-Holzfasersystem. Diese Systeme werden generell in zwei Gruppen aufgeteilt: Nasssystem, wobei die Rohre komplett vom Estrich umschlossen sind und das Trockensystem, bei dem sich die Rohre in der Dämmschicht unterhalb des Bodenbelages befinden. Die mäanderförmige Verlegung findet bei beiden Systemen Anwendung. Darüber hinaus gibt es die Schneckenform oder spiralförmige Verlegeform der Rohre und die modulierende Verlegeform, wobei die Rohrabstände je nach Lage im Raum variiert werden. Die unterschiedlichen Verlegeformen richten sich vor allem nach den räumlichen Gegebenheiten. So kann in innen liegenden Räumen anders verlegt werden als in außenliegenden Räumen. Schlafräume benötigen weniger intensive Heizwärme als Wohnräume. In Feuchträumen kann es sein, dass zusätzlich noch ein anderes Heizsystem zugefügt wird.

Die Frage ob Nasssystem oder Trockensystem klärt sich mit der Art der Baumaßnahme. Bei einem Neubau oder einem Rohbau wird häufig das Nasssystem verwendet. Da hier die Aufbauhöhe nicht unbedingt eine wichtige Rolle spielt, kann die Fußbodenheizung im gegossenen Estrich verlegt werden. Wird ein Gebäude saniert oder modernisiert, bietet sich das Trockensystem an, da keine hohen Aufbauhöhen zustande kommen. Bei öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen wird dieses System ebenso gerne verwendet, da die vorgesehene Zeit für den Einbau sehr begrenzt ist und die tatsächlichen Montagezeiten eher kurz sind. Auch bei der Planung und Installation der Warmwasser-Fußbodenheizung unterstützen wir Sie gerne fachgerecht.

Unsere Ansprechpartner im Fachbetrieb wägen zudem gerne mit Ihnen gemeinsam ab, welche Art Fußbodenheizung für Ihren Wohnraum am besten geeignet ist.

Fußbodenheizungen in Kombination mit dem passenden Heizsystem

Beim Neubau geht die Entscheidung, ob man eine Fußbodenheizung einbaut, meist Hand in Hand mit der Entscheidung nach dem passenden Heizsystem. Bei der Modernisierung oder Sanierung ist der Vorteil, dass die Fußbodenheizungen mit den gängigen Heizsystemen kompatibel sind.

Der Anschluss an eine Gasheizung ist hierzulande sehr beliebt, weil sie mit moderner Brennwerttechnik und auch in Kombination mit Solarenergie besonders umweltschonend und sparsam heizt. Ist ein Ölkessel vorhanden, kann eine neue Fußbodenheizung in Verbindung mit moderner Ölbrennwerttechnik eine ideale Kombination sein. Auch an ein Holzheizsystem oder eine Pelletheizung ist der Anschluss problemlos machbar. Wer die Ressourcen der Natur nutzen will, kann seine Fußbodenheizung auch mit einer Wärmepumpe betreiben. Eine Wärmepumpe zieht Energie aus dem Erdreich, aus der Luft oder aus dem Grundwasser und wandelt diese in Energie für warmes Wasser oder für die Heizung um. Damit ist auch sie bestens geeignet für die Flächenheizung. Auch Solaranlagen werden heute gerne als Ergänzung zum bestehenden Heizsystem verwendet.

Bei der Auswahl des Heizsystems entscheiden persönlicher Geschmack, vorhandene Räumlichkeiten und finanzielle Mittel und Ersparnisse. Bei der Neuanschaffung eines Heizsystems sollte man die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten durchrechnen lassen: Schließlich gibt es individuelle Fördermaßnahmen und Rechenbeispiele für den Gebrauch. Ist ein Heizsystem vorhanden, sollte man auch hier eine individuelle Rechnung aufstellen und von einem Fachbetrieb prüfen lassen, ob das derzeitig vorhandene Heizsystem mit der Fußbodenheizung kompatibel ist. Mit unserem Heizungskonfigurator können Sie sich bereits jetzt ein unverbindliches Angebot ausgeben lassen.

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Welche Bodenbeläge sind für eine Fußbodenheizung geeignet?

Bei der Auswahl des zugehörigen Bodenbelages spielen natürlich auch persönliche Präferenzen eine große Rolle. Grundsätzlich ist fast jeder moderne Bodenbelag für den Einsatz einer Fußbodenheizung geeignet. Allerdings sind die Bodenbeläge alle unterschiedlich dick und damit mehr oder minder gut geeignet. Ein Bodenbelag, der besonders dick ist, leitet die Wärme natürlich schlechter als ein dünner Bodenbelag. Bei einem dicken Bodenbelag muss die Temperatur des Zirkulationswassers in den Rohren entsprechend hoch sein. Daher muss höher aufgeheizt werden, was einen höheren Energiebedarf zur Folge hat und damit höhere Heizkosten.

Orientieren kann man sich an der Angabe des sogenannten Durchlasswiderstands. Ist dieser Wert gering, so lässt der jeweilige Bodenbelag mehr Wärme durch. Außerdem gibt es bei den Bodenbelägen auch den Wert der Wärmeleitfähigkeit. Ist dieser hoch, leitet der Belag die Wärme entsprechend gut. Bei der Auswahl eines geeigneten Bodenbelages sollten beide Werte in Betracht gezogen werden.

Teppich

Wer sich für einen Teppich entscheidet, sollte zunächst darauf achten, ob der Teppich für eine Fußbodenheizung geeignet ist. Diese Angaben findet man zumeist auf den Herstellerangaben auf der Rückseite des Teppichs. Dünne Teppiche wie Sisal- oder Kokosteppiche haben beste Ergebnisse beim Einsatz mit Fußbodenheizungen erzielt. Doch auch Teppiche aus Textil- oder Kunstfaser können für den Einsatz verwendet werden, wenn sie mit einem Spezialkleister befestigt werden.

Fliesen

Fliesen sind uneingeschränkt der Klassiker beim Einsatz von Fußbodenheizungen als Bodenbelag. Sie können sogar mit Teppichen oder Läufern je nach Wahl belegt werden. Fliesen haben einen sehr guten Durchlasswiderstand und eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Man kann problemlos zwischen Keramik und Steinfliesen auswählen, ohne einen Wärmeverlust zu befürchten.

Laminat

Auch Laminat kann in Kombination mit einer Fußbodenheizung verwendet werden. Allerdings sollte hier darauf geachtet werden, dass das ausgesuchte Laminat auch wirklich dafür geeignet ist. Hier sollte man nicht auf den Rat eines Fachmannes verzichten. Häufig sind die geeigneten Laminatsorten schon mit einer integrierten Schallschutzdämmung ausgestattet. Ist diese nicht integriert, muss diese bei der Berechnung des Durchlasswiderstandes und der Leitfähigkeit mit berücksichtigt werden. Gegebenenfalls muss auch eine Dampfsperre mit eingebracht werden. Hierbei sollte man von einem Fachmann genau berechnen lassen, ob das Laminat nicht eine höhere Heizleistung braucht und damit auch höhere Kosten verursacht.

Parkett, PVC, Kunststoffböden

Parkett ist an sich schon ein Bodenbelag, der als wärmend und dämmend bekannt ist. Daher könnte der Einsatz von Parkett auf einer Fußbodenheizung eher kontraproduktiv sein. PVC oder Kunststoffböden sind grundsätzlich geeignet, jedoch sollte man auch hier unbedingt die Herstellerangaben und einen Fachmann heranziehen. Empfehlenswert ist es, den Belag großflächig zu verkleben, da es sonst zu Falten oder Rissen kommen kann.

Der Einsatz von Heizestrich

Da der Estrich praktisch die Funktion des Wärmeleiters übernimmt, sollte man sich bei der Auswahl fachkundig und kompetent beraten lassen. Bei der Fähigkeit Wärme zu leiten, sollte der Estrich gute Werte aufweisen und gleichzeitig die Fähigkeit besitzen, diese Wärme auch nachhaltig zu speichern. Beste Ergebnisse in allgemeinen Tests haben Zementestrich und Anhydritestrich, auch Calciumsulfat-Fließestrich genannt, erzielt.

Generell ist Fließestrich am besten für die Fußbodenheizung geeignet, da dieser durch die geringe Verdichtung des Materials die Wärme am besten leiten kann. Häufig wird Zementestrich für den Einbau von Fußbodenheizungen verwendet, da er universell einsetzbar und unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist. Daher kann er auch problemlos in Feuchträumen eingesetzt werden. Er eignet sich sowohl beim Trockenbausystem als auch beim Nasssystem, wie dem Noppensystem und dem Tackersystem. Falls Schäden späterhin auftreten, lassen sie sich einfacher beheben. Für die Wahl von Zementestrich spricht vor allem seine hohe Festigkeit, wenn er getrocknet ist. Die Trocknungszeit ist aber auch gleichzeitig ein Schwachpunkt dieses Materials. Bei der Trocknung können Risse entstehen, so dass er bei der Trocknung feucht gehalten werden muss, damit er nicht zu schnell trocknet. In der Regel dauert es 20 bis 30 Tag bis der Zementestrich vollständig ausgehärtet ist. Bei Neubauten, in denen keine Zeitvorgaben vorgesehen sind, dürfte das kein Hindernis sein. Bei engen Terminplänen kann diese Zeit allerdings sehr aufhalten.

Auch ist der Zementestrich in der Verarbeitung nicht ganz einfach zu handhaben, da er mit zunehmender Trocknung schrumpft. Aus diesem Grund setzt sich der Anhydritestrich bzw. der Calciumsulfatestrich immer mehr durch. Nach der kurzen Trocknungsphase erreicht er eine ebene Oberfläche, so dass beispielsweise auch großformatige Fliesen oder Laminat ohne große Probleme verlegt werden können. Durch den Mineralinhalt besitzt der Anhydritestrich zudem die positive Eigenschaft, dass er sozusagen schneller reagiert und die Wärme schneller abgeben kann. Trockenestrich ist nicht für alle Fußbodenheizungen geeignet. Bei Unsicherheiten befragen Sie gerne unsere Fachmitarbeiter, welcher Estrich für die individuelle Installation geeignet ist.

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Benötigte Materialien und Komponenten

Für die verschiedenen Verlegearten gibt es natürlich auch verschiedene Materialien, die für die Verlegung der Fußbodenheizung notwendig sind. Doch einige Materialien sind für alle Arten der Verlegung unabdingbar:

Randdämmstreifen

Der Randdämmstreifen besteht aus Polyethylenschaum und wird vor dem Einbringen des Estrichs ausgelegt. Er wird an allen „aufsteigenden Bauteilen des Raumes“ verlegt. Dazu gehören Wände, Erker, Treppen und Säulen. Dadurch wird eine Schallübertragung verhindert und eine lückenlose Wärmedämmung gewährleistet.

Heizrohre

Darüber hinaus werden die Heizrohre benötigt. Früher waren diese vornehmlich aus Kupfer, heute sind es eher Kunststoff- oder Aluverbundrohre. Wichtig ist, dass sie hochgradig belastbar und biegsam sind und eine hohe Sauerstoffdiffusionsdichte aufweisen, um spätere Schäden zu vermeiden.


Heizkreisverteiler

Ebenso ist ein Heizkreisverteiler und ggf. ein Verteilerschrank für alle Systeme notwendig. Der Heizkreisverteiler ist wahlweise aus Messing oder Edelstahl und sorgt für die gleichmäßige Verteilung der Wärme in allen Heizkreisen. Dazu gehören auch Komponenten wie ein Stellantrieb, Füll- bzw. Entlüftungsventile, eine Durchflussanzeige, ein Thermostat und eine Regelstation. Was sich im Moment wie böhmische Dörfer für den Laien anhört, ist für den Fachmann tägliches Handwerkszeug.

Noppenplatten vs. Tackerplatten

Beim Nassestrichverfahren gibt es das Noppensystem und das Tackersystem. Beim Noppensystem werden die Rohre in sogenannte Noppenplatten hineingelegt, die an Legobauplatten erinnern. Beim Tackersystem werden die Heizrohre auf einer Tackerplatte formverlegt und anschließend mit einem speziellen Tacker und den dazugehörigen Tackernadeln fixiert. Beim Trockenbausystem werden die Rohre nicht vom Nassestrich umgeben, sondern die Heizrohre werden auf Trockenestrich verlegt. Dieses System eignet für die Modernisierung von Altbauten oder für die Nachrüstung einer Fußbodenheizung. Auch hier empfiehlt sich eine fachkundige Beratung durch unseren Fachbetrieb.

Die perfekte Pflege und Wartung

Fußbodenheizungen sind besonders wartungs- und pflegearm, wenn sie fachgerecht installiert wurden. Unabhängig vom Verlegeverfahren ist bei der Verarbeitung darauf zu achten, dass qualitativ hochwertiges Material verwendet wird. Die meisten Materialien, die für den Bau einer Flächenheizung verwendet werden, unterliegen strenger DIN-Normen. Wichtig ist zunächst ein tragfähiger Untergrund, auf den die Fußbodenheizung aufgebracht wird.

Die Heizrohre sollten qualitativ hochwertig sein, da sie den Hauptteil der Heizlast tragen. Sie müssen daher nicht nur stabil, sondern zugleich auch biegsam sein. Allzu enge Biegungen sollten allerdings vermieden werden. Außerdem sollten die Heizrohre gas- bzw. sauerstoffdiffusionsdicht sein, so dass keine Schäden durch eintretende Gase, wie Sauerstoff, entstehen können und es nicht zur Korrosion kommt. Beim Tackersystem ist es notwendig, die Heizrohre fachkundig und vorsichtig zu verlegen, um Risse durch die Befestigung zu vermeiden.

Sobald das Heizsystem verlegt ist, sollte es befüllt und eine Zeit lang beobachtet werden, ob Undichtigkeiten auftreten. Ist das System nachweislich dicht und funktionsfähig, wird unter der Befüllung weitergearbeitet bzw. der Estrich verlegt.

Neben der fachgerechten Installation stehen Ihnen unser Fachbetrieb jederzeit zur Pflege und Wartung Ihrer Fußbodenheizung zur Verfügung. Dazu gehören regelmäßige Druckproben, ob im System ein Leck sein könnte. Auch der Verteiler muss regelmäßig kontrolliert werden, denn nicht immer wenn ein Leck auftritt, muss es an den Heizrohren liegen, sondern es kann auch eine Verteilstelle sein. Zusätzlich sollte das System regelmäßig gespült werden, um vor Verschlammung zu schützen und eventuell vorhandene Luft im System zu entfernen. Beides beeinflusst die Heizleistung nachhaltig. Allgemein sollte man sich an die vorgeschriebenen Werte und Höchsttemperaturen des Herstellers halten, um keine Überhitzung des Systems zu riskieren. So haben bei richtigem Einbau und geeignetem Material moderne Fußbodenheizungen eine Lebensdauer von einigen Jahrzehnten.

Vorteile und Nachteile einer Fußbodenheizung

Die Vorteile einer Flächen- oder Fußbodenheizung liegen auf der Hand: Sie haben keine störenden und unschönen Heizkörper, die unnötigen Wohnraum einnehmen. Zudem gibt es keine Heizkörpernischen, in denen eine besondere Isolierung notwendig ist. Außerdem verteilen Fußbodenheizungen eine angenehme Wärme, die vom Boden aufsteigt und sich großflächig im Raum verteilt. Häufig sind es besonders Frauen, die die aufsteigende Wärme an den Füßen zu schätzen wissen. Doch auch was den Geldbeutel angeht, überzeugen die Vorteile der Fußbodenheizung zunehmend, da sich die relativ geringe Vorlauftemperatur sehr kostengünstig auf die Heizkosten auswirkt.

Für Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen ist diese Art von Flächenheizung eine echte Alternative. Sie wirbeln nicht, wie Heizkörper, Staub auf und es sammelt sich auch keiner zwischen den Heizrippen.

Ein klarer Nachteil ist nach wie vor die Schwerfälligkeit des Systems. Die Fußbodenheizung braucht je nach Raumgröße und Isolierung des Hauses einige Stunden, um ihre volle Heizleistung zu erreichen. Ebenso dauert es einige Stunden bis sich die Heizung nach dem Abschalten abkühlt. Diese Nachteile werden dann gravierend, wenn sich die Räume durch äußere Sonneneinstrahlung automatisch aufheizen. Für eine schnelle Wärmeentwicklung, wie sie oft im Bad benötigt wird, ist die Fußbodenheizung nicht geeignet. Hier kann ein zusätzlicher Heiz- oder Wärmekörper Abhilfe schaffen. Auch die Ausstattung mit einer Elektro-Fußbodenheizung wäre eine Alternative, wenn die Stromkosten im Rahmen bleiben.

Wichtig ist in jedem Fall sich vor der Verlegung zu überlegen, wo die meiste Wärme gebraucht wird und dementsprechend das System sinnvoll zu planen. Auch Thermostate und geeignete Bodenbeläge helfen dabei, dass man mit den Eigenschaften einer Fußbodenheizung sparsam heizen kann und nicht auf wohlige Wärme verzichten muss.

Um die Wirtschaftlichkeit des Einbaus für Ihre vier Wände abzuwägen und die Installation fachgerecht vorzunehmen, steht Ihnen unser Fachbetrieb gerne zur Seite. Lassen Sie sich zudem auch über die individuellen Fördermöglichkeiten beraten, um die Investitionskosten zu senken.

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